Friedensinitiative Langenau

Verhandeln statt Wettrüsten – für eine Zukunft ohne Krieg

Wir setzen uns in Langenau und der Region für Abrüstung, bedingungslose Verhandlungen und Völkerverständigung ein – mit Mahnwachen, Veranstaltungen und Aufklärung statt Propaganda.

Unsere Ziele

Fünf Kernforderungen leiten unsere Arbeit – sie sind der rote Faden für alles, was wir bei Mahnwachen, Veranstaltungen und im Gespräch mit der Öffentlichkeit vertreten.

Diplomatie statt Waffen

Kriege enden am Verhandlungstisch, nicht auf dem Schlachtfeld. Wir fordern bedingungslose Gesprächsbereitschaft aller Konfliktparteien und den Vorrang diplomatischer Initiativen vor militärischer Eskalation – auch dann, wenn Verhandlungen mühsam und unbequem sind.

Kein Geld für Rüstungswahnsinn

Jeder Euro, der in Aufrüstung fließt, fehlt an anderer Stelle. Öffentliche Mittel gehören vorrangig in Bildung, Gesundheit, Pflege, Renten und eine funktionierende Daseinsvorsorge – nicht in immer neue Waffensysteme.

Keine Waffenexporte

Waffen aus deutscher Produktion verlängern Kriege und verschärfen Leid in Krisengebieten. Wir lehnen Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisenregionen ab und fordern eine konsequente, restriktive Exportkontrolle.

Umwelt statt Militär

Militärische Aufrüstung und Kriegsführung zählen zu den größten Belastungen für Klima und Umwelt. Ressourcen und politische Aufmerksamkeit gehören dem Schutz unserer Lebensgrundlagen – nicht der Vorbereitung weiterer Kriege.

Vertrauen statt Aufrüstung

Wir lehnen die Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper in Europa ab, weil sie das Wettrüsten anheizt statt Sicherheit zu schaffen. Stattdessen werben wir für Aufklärung, Vertrauensbildung und ehrlichen Dialog – auch mit Russland.

Mitmachen

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Komm zu einer unserer Mahnwachen oder schreib uns einfach – jede Stimme zählt.

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Wer wir sind

Die Friedensinitiative Langenau ist eine ehrenamtliche Bürgerinitiative, die sich für Frieden und Abrüstung einsetzt – mit Mahnwachen, Veranstaltungen und dem offenen Gespräch vor Ort.

Unsere Geschichte

Entstanden ist unsere Initiative aus dem Wunsch heraus, in Langenau nicht tatenlos zuzusehen, wenn Aufrüstung und Kriegslogik den öffentlichen Ton bestimmen. Aus einzelnen Gesprächen wurde eine feste Gruppe, die regelmäßig zusammenkommt, Mahnwachen organisiert und Position bezieht.

Wir sind parteiunabhängig und offen für alle, die sich für Diplomatie statt Waffen und für eine gerechtere Verteilung öffentlicher Mittel einsetzen möchten. Ob bei einer Mahnwache auf dem Marktplatz oder bei überregionalen Kundgebungen wie in Stuttgart – wir zeigen Gesicht für unsere Anliegen.

Wofür wir stehen

Uns eint die Überzeugung, dass Sicherheit nicht durch mehr Waffen entsteht, sondern durch Verhandlungen, Vertrauen und ein ehrliches Interesse am Gegenüber – auch wenn das unbequem ist.

  • Wir informieren die Öffentlichkeit sachlich über Rüstung, Waffenexporte und ihre Folgen.
  • Wir schaffen mit Mahnwachen und Veranstaltungen sichtbare Zeichen für Diplomatie.
  • Wir suchen den Austausch – auch über Grenzen und Feindbilder hinweg.
  • Wir vernetzen uns mit anderen Friedensgruppen in der Region und darüber hinaus.

Frieden entsteht nicht von selbst – er braucht Menschen, die ihn einfordern. Genau das wollen wir in Langenau jeden Tag ein Stück mehr tun.

Termine & Rückblicke

So kannst du uns bei unserer Arbeit für Frieden und Abrüstung persönlich begegnen – und sehen, was wir schon gemeinsam bewegt haben.

Kommende Termine

20. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit – Lesung und Diskussion mit Dr. Leo Ensel

Haus der Jugend und Vereine, Langenau

Zu einer Lesung und Diskussion mit dem Autor Dr. Leo Ensel lädt die Friedensinitiative Langenau ein. Das Ziel, die Gesellschaft "kriegstüchtig" (Pistorius) zu machen, soll auch über die Veränderung des Denkens erreicht werden. Vor dem Hintergrund der zivil-militärischen Verzahnung nach dem "Operationsplan Deutschland" wird auch die Sprache – bewusst oder unbewusst – verändert. Dr. Leo Ensel hat in seinem Buch viele Beispiele für diesen Prozess der Gewöhnung an das Undenkbare, den Krieg, gesammelt. Die jüngsten Beispiele: "Drohnensafari", "erweiterte nachrichtendienstliche Maßnahmen" (gemeint ist die Erlaubnis für die Geheimdienste zur digitalen Desinformation, digitalen Fälschungen, digitalem Zugriff auf andere Server), "kinetische Mittel" (gemeint sind Raketen, Drohnen), "Putins Außenposten" (Russisches Haus in Berlin). Dr. Leo Ensel ist Konfliktforscher und interkultureller Trainer mit Schwerpunkt "Postsowjetischer Raum und Mittel-/Osteuropa". Bereits in den 1980er Jahren engagierte er sich in der westdeutschen Friedensbewegung. Der Eintritt ist frei.

Rückblicke

23. September 2026, 19:30 Uhr

Moskau im Mai 2026 – Bilder und Eindrücke einer Reise

Pfleghofsaal Langenau

Wilmar Jakober berichtet mit Bildern von einer Reise nach Moskau und Kaliningrad im Mai 2026. Mit dabei ist die Liedermacherin Bea aus Rostock, die als Teil der 50-köpfigen Reisegruppe den Abend musikalisch begleitet. Initiiert hatte die Reise der Liedermacher Tino Eisbrenner, der unterwegs mehrfach auftrat, unter anderem bei einer Schifffahrt auf der Moskwa. Der Abend erzählt von Geschichte, Kultur und deutsch-russischen Begegnungen in Zeiten der Konfrontation – unter anderem vom "Museum der 1418 Schritte" und dem "Museum der deutschen Antifaschisten" in Krasnogorsk. Die Friedensinitiative Langenau lädt aus historischer Verantwortung für Verständigung und gute Beziehungen zu Russland herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

3. Juli 2026, 20:00 Uhr

Musik für den Frieden – Video-Vortrag mit Thomas und Ulrike Vogt

Pfleghofsaal Langenau

Die künstlerischen Leiter des deutsch-russischen Kulturprojekts "Musik für den Frieden" waren zu Gast in Langenau. Sie zeigten Videoclips der seit 2019 durchgeführten Kulturprojekte in Deutschland, Russland und der Türkei, die die künstlerische Kooperation junger Menschen aus Deutschland und Russland eindrucksvoll dokumentieren. Thomas Vogt stellte außerdem das von ihm mit initiierte "Plädoyer für ein deutsch-russisches Jugendwerk" vor: "Die gegenwärtige Zeit ist in Europa geprägt von bedrohlichen Konflikten und großen Unsicherheiten. Ein friedliches Zusammenleben, wie es in der Charta von Paris 1990 proklamiert worden ist, ist in weite Ferne gerückt. Lasst uns nicht länger zuschauen, wie sich wieder Gräben vertiefen und Mauern errichtet werden. Lasst uns nicht akzeptieren, dass gegenseitige Drohungen und massive Aufrüstung unser Leben und unsere Zukunft bestimmen. Wie können wir stattdessen zu einem nachhaltigen Frieden in Europa finden?" Die Friedensinitiative Langenau hatte zu diesem Informations- und Gesprächsabend eingeladen, der Eintritt war frei.

4. März 2026, 19:30 Uhr

Russland und der Westen – wie weiter? – Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz

Stadthalle Langenau, Karlstraße, 89129 Langenau

Zwischen Russland und dem Westen herrschte Eiszeit. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 waren die ohnehin abgekühlten Beziehungen auf einem historischen Tiefpunkt angelangt und schienen auf lange Sicht irreparabel zu sein. Nichtsdestotrotz sei eine neue europäische Friedensordnung erforderlich, die Russland miteinschließt – das Land sei Teil unseres Kontinents. Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz ging der Frage nach, wie es so weit kommen konnte, nachdem die Ost-West-Konfrontation Ende der 1980er Jahre überwunden schien, wie sich die Eskalationsspirale stoppen lässt und welche Perspektiven denkbar sind. Veranstalter war die Friedensinitiative Langenau.

28. Januar 2026, 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen

Pfleghofsaal Langenau

Ab 2026 sollen US-Marschflugkörper und Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden, die binnen Minuten Ziele weit in Russland treffen können. Gleichzeitig entwickelt auch Russland solche Waffen und hat sie bereits in der Ukraine eingesetzt. Welche Folgen hat die geplante Stationierung? Simon Bödecker war Referent für atomare Abrüstung bei "Ohne Rüstung Leben" und Sprecher der Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagsfähig". Es lud herzlich ein: Friedensinitiative Langenau. Der Eintritt war frei, Spenden zur Finanzierung der Unkosten wurden erbeten.

8. Oktober 2025, 19:30 Uhr

Frieden sichern!? Warum der neue "Militarismus" in die Irre führt – Vortrag und Diskussion mit Dr. Heinz Klippert

Pfleghofsaal Langenau

Dr. Heinz Klippert sieht die aktuelle Kriegsrhetorik, die Wiederbelebung des Feindbildes Russland und die massiven Aufrüstungspläne Deutschlands und der EU als hoch riskantes Spiel mit dem Feuer. Er plädierte stattdessen für ein entschiedenes Hinterfragen des anschwellenden Militarismus in unserer Gesellschaft und lieferte Denkanstöße, die verdeutlichen, dass Politik, Medien und auch Bildungsverantwortliche dringend neue Wege der Friedensvorbereitung jenseits der allseits geforderten "Kriegstüchtigkeit" suchen und beschreiten müssen. Dr. Heinz Klippert ist promovierter Ökonom, studierter Soziologe, ausgebildeter Gymnasiallehrer und arbeitete viele Jahre als Dozent am Lehrerfortbildungsinstitut der ev. Kirchen in Landau. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher zu neuen Lernmethoden und sozialethischen Themen; sein neuestes Buch trägt den Titel "Frieden sichern?! Anleitung zur Belebung pazifistischen Denkens".

Sprich uns an

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E-Mail

Für Fragen, Anregungen oder wenn du bei der Friedensinitiative mitwirken möchtest.

friedensinitiative.langenau@gmail.com

Mahnwachen & Treffen

Unsere Mahnwachen finden regelmäßig auf dem Marktplatz in Langenau statt – herzlich willkommen ist, wer vorbeikommen und sich informieren möchte, ganz ohne Anmeldung.

Alle aktuellen Termine findest du weiter oben.